bariloche wurde mir etwas zu heiss, die sonne brannte und es wehte kaum mal ein kuehles lueftchen. so verkruemmelte ich mich weit in den sueden in den nationalpark los glaciares, paradies fuer andinisten und trekker. der sprung war recht gross, 1500km auf der beruehmten ruta 40, die zur haelfte aus schlechter schotterpiste besteht. der etwas in die jahre gekommene bus kroch schaukelnd und klappernd ueber die piste, manchmal noch langsamer und nach zwei fast schlaflosen naechten erreichte ich nach 33 h el chalten, die juengste stadt argentiniens, welches erst 1985 gegruendet wurde und hauptsaechlich von den vielen reisenden lebt. von freunden wusste ich von einem freien zeltplatz am rande der stadt, campamento madsen, wo ich mein neues zu hause fuer den naechsten monat aufschlug. im madsen leben einige dauercamper, die in den sommermonaten zum arbeiten in el chalten sind, kletterer, welche auf gute wetterfenster warten um alpine routen am fitz roy oder seinen kleinerer nebengipfeln zu klettern und viele trekker. zwischen einigen baeumen sind slacklines gespannt auf denen ich ab und zu ein paar tricks uebte und gleich hinterm zeltplatz liegen ein paar kleinere und groessere felsbloecke zum bouldern und routen klettern. das wetter war typisch patagonisch, sehr wechselhaft, mal kalt und regnerisch, mal sonnig und warm und dazu immer dieser rauhe extreme wind, der vom suedlichen kontinentaleis herunterfegt und kraeftig an den baeumen und zelten zerrt. einmal hatte ich nicht aufgepasst, hatte meinen rucksack gepackt, die steigeisen dran festgeschnallt und ihn zu nah ans zelt gelegt. der wind drueckte mal wieder gewaltig gegen die zeltaussenwand und die steigeisen und prompt klaffte ein riesiges loch darin. sorry ma! dein zelt muss ganz schoen was aushalten, ist aber schon wieder geflickt! in den 4 wochen gab es nur zwei richtig gute wetterfenster von mehreren sonnigen und windstillen tagen. nach geduldigem warten und gedrueckter stimmung ist auf einmal jeder kletterer ausm haeuschen wenn sich ein wetterfenster eroeffnet, einigen suchen aufgeregt nach kletterpartnern, andere packen schnell ihre ruecksaecke und koennens kaum erwarten endlich aufzubrechen. in diesen tagen hoert man dann nur noch die worte "ventana, ventana, ventana!!". so bekam auch ich die moeglichkeit zum klettern, obwohl ich mir nicht viel hoffnung gemacht hatte, da mir einiges an ausruestung fehlte. die idee war zwei kleinere nebengipfel des fitz roy zu besteigen, aguja saint exupery und aguja rafael. gekommen sind wir nur bis zu einem biwak unterhalb der gipfel im valle de torre. da tobias, mein kletterpartner, magenprobleme hatte, nichts essen konnte, kraftlos und muede war, haben wir nach einer nacht im biwak beschlossen umzudrehen. schade fuer mich, aber so wars ein ganz cooles trekking mit einer gletscherueberquerrung des glaciar torre und einer nacht zwischen den gipfeln fitz roy und cerro torre. das zweite wetterfenster hab ich genutzt fuer einen 4 tage trek, die umrundung des co. huemul, und um mal etwas von der beeindruckenden gletscherwelt des campo del hielo sur zu sehen. das trekking war recht abwechslungsreich. an einer tirolesa haengend( stahlseil mit rolle ), hatte ich eine schlucht zu ueberquerren, ein kurzes stueck einer spaltenlosen flachen gletscherzunge war zu begehen, zwei steile paesse zu bewaeltigen und zu guter schluss gabs noch eine eiskalte flussdurchquerrung. 3 von 4 tagen war ich mutterseelenallein unterwegs. die einzigste gesellschaft die ich hatte, waren ein paar gefraessige maeuse, die des nachts auf meinem rucksack und schlafsack rumkrabbelten und es auf meine verpflegung abgesehen hatten. es war einer der schoensten treks den ich bisher gemacht habe, etwas abseits der touristenwege und in einer fantastischen beeindruckenden landschaft.
in el chalten geht die saison so langsam zu ende, die letzten tage waren recht kalt und deswegen hab ich all meine sachen wieder zusammengepackt um dem sommer hinterherzureisen und noch ein bisl sonne und waerme zu tanken.
in el chalten geht die saison so langsam zu ende, die letzten tage waren recht kalt und deswegen hab ich all meine sachen wieder zusammengepackt um dem sommer hinterherzureisen und noch ein bisl sonne und waerme zu tanken.
bis bald
liebe gruesse
euer hermi
liebe gruesse
euer hermi